Behandlung von Kopfläusen

Wenn es auf dem Kopf des Kindes krabbelt, geraten viele Eltern in Panik. Läuse sind lästig, aber nicht gefährlich.

 

Das bis zu 4 mm große Insekt begleitet den Menschen kopflausund seine Vorfahren schon seit Millionen von Jahren.

Jenseits des Kopfes kann es nur kurz überleben.

Mit seinen kräftigen Klammerbeinen hält sich der Blutsauger gut an den Haaren fest. Es gelangt dadurch fast nur durch den direkten Haarkontakt auf den Kopf eines anderen Wirtes. Selten verirrt sich eine Kopflaus in eine Mütze.

Auch mit mangelnder Hygiene haben Läuse nichts zu tun.

 

Bemerkt man Läuse, etwa wenn es juckt, haben sie sich schon zahlreich vermehrt. Behandeln sollte man auf keinen Fall nur auf Verdacht.

Um sicher zu gehen sollten sie die Haare mit einer Pflegespülung einweichen, so lassen sich die Tiere mit einem Nissenkamm gut auskämmen.

 

Um die Läuse wieder loszuwerden, gibt es verschiedene Entlausungsmittel. Diese sind nicht nur unterschiedlich wirksam, sondern haben auch verschiedene Nebenwirkungen.

 

Die Produkte sind zwar nicht gifttig, unbedenklich sind sie aber auch nicht.

So sind zum Beispiel die Wirstoffe Dimeticon und Cyclometicon leicht entflammbar.

 

laeusekamm

 

Keines der im Handel befindlichen Mittel kann die an den Haaren klebenden Nissen (Eihüllen) zuverlässig unschädlich machen, deshalb ist sorgfältiges Auskämmen mit einem Nissenkamm wichtig.

Zusätzlich sollte die Therapie mit dem Entlausungsmittel nach acht bis zehn Tagen wiederholt werden.

 

 

 

Die Bettwäsche und Kinderspielsachen sollten einmal bei 60°C gewaschen werden, tägliches waschen halten Experten dagegen für überflüssig.

Kuscheltiere können auch in einem Plastikbeutel verpackt für eine Woche in der Gefriertruhe entlaust werden.

 

Eine Alternativtherapie wäre dagegen das konsequente Auskämmen, zwei Wochen lang im Abstand von vier Tagen. Dabei müssen allerdings sämtliche Läuse und Nissen zuverlässig entfernt werden.

 

(Dr. med. H. Trinczek-Gärtner / S. Neumayer / P. Schwick)